Bund will Schulcloud

 Die schnelle Entwicklung der "Cloud", in der sich Daten abspeichern und von überall nutzen lassen, hat die Speichermöglichkeiten in eine ganz neue Dimension entwickelt. Während die Chronologie physikalischer lokaler Datenspeicher von dem Magnetband über die Diskette, die CD, DVD und weitere Speichermedien in relativ langen Zyklen stattfand, wurden USB-Sticks quasi über Nacht bedeutungslos, denn die Datenablage in der Cloud ist schnell, unkompliziert und hat - unabhängig vom Endgerät - somit sehr schnell den Alltag erobert. Es liegt nahe, dass Experten auch die Nutzung der Cloud für Schule diskutieren. 
  
Unlängst hat das HPI  (Hasso-Plattner-Insitut) der Bundesministerin Wanka die Einrichtung einer Schulcloud vorgestellt und folgende Nutzungsvorteile angesprochen:
Sicher ist verständlich, dass Befürworter solche und sicher auch weitere Vorteile ins Feld führen. Sofort zu warnen ist seitens der KEG vor Argumenten, die den Finanzverantwortlichen die Euro-Einsparungen in den Augen leuchten lassen. Vielleicht treten mittelbar positive Effekte ein. Stellt man dem gegenüber aber den Bedarf an Fort- und Weiterbildung sowie wissenschaftliche Begleitung, Absicherung vor Gefahren u.a., muss die Sparmöglichkeit in das Reich der Märchen geschickt werden. 
"Für sehr wesentlich halte ich," formuliert der Bundesvorsitzender der KEG, "dass man die Effekte solcher Entwicklungen für die Lehr- und Lernprozesse angemessen analysiert."
Selbst die Euphorischen der bisherigen Medienentwicklungen in der Schule stellen inzwischen ganz klar die Frage, ob Bildung und Lernen durch moderne Medien besser geworden ist, ob unsere Schülerinnen und Schüler mehr können und den Anforderungen in Ausbildung und Studium mit mehr know how gegenüber stehen, als die Generation vor ihnen.
(Dr. Bernd Uwe Althaus, November 2016)

KEG-Deutschland - Rubrik: Aktuelles

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